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Gestern fuhr ich in der S-Bahn nach Frankfurt. Eine Fahrt wie jede andere auch. Und trotzdem ist jede einzigartig. Den Großteil der Zeit verbringe ich mit Lesen, Musik hören und Beobachten. Es fasziniert mich einfach Menschen zu beobachten. Und manchmal findet man dabei Menschen, die interessant erscheinen. Interessant zu erscheinen, kann durch verschiedenste Faktoren erzeugt werden und ist bei mir nicht unbedingt mit körperlich anziehend gleichzusetzen. Aber es sind alles Menschen die ich gerne kennen lernen würde. Doch wie macht man das? Zum einen bin ich extrem schüchtern, zum anderen weiß ich auch nicht wie ich ein Gespräch aus dem nichts erzeuge, wenn ich gar keinen Ansatzpunkt habe. Das ist eine Fähigkeit, die ich mir so sehr wünsche. Denn ich glaube, dass ich die interessantesten Menschen deshalb schon verpasst habe, dass ich sogar die Frau meiner Träume verloren habe, bevor ich sie überhaupt kennen lernen konnte. Ich empfinde dies manchmal als Fluch.
Gestern ist mir dies zwei mal passiert. Die eine Person war eine Frau, die immer wieder aus ihrem Buch aufblickte um mich anzusehen, während ich nicht hinschaute. Wie spricht man so jemanden an?
Aber die Sache bzw. eher die Person die mich gestern wirklich beschäftigt hat, war folgende. Am Flughafen stieg ein Mann und eine Frau ein, die zusammen reisten, vielleicht auch ein Paar waren. Der Mann hatte eine wirklich außergewöhnliche Ausstrahlung, strahlte Selbstbewusstsein aus. Charisma. Und dann war er auch noch ziemlich hübsch. Aber das alleine war es nicht gewesen, dass eine solche Faszination auf mich ausübte, dass ich meinen Blick nicht mehr von ihm lösen konnte. Er hatte eine solch außergewöhnliche Ähnlichkeit mit Robert Stadlober, dass ich mich tatsächlich fragte, ob er es nicht wirklich gewesen ist. Robert Stadlober ist ein Schauspieler, dessen Filme ich größtenteils liebe. Ich kann ihn zusammen mit Daniel Brühl als meinen Lieblingsschauspieler bezeichnen. Und beide scheinen mir menschlich so interessant zu sein, dass ich sie tatsächlich gerne kennen lernen würde. Ganz besonders Stadlober, mit dem ich wohl sehr viel teile und nicht nur den ähnlichen Körperbau und Aussehen. Sein letzter Film „Berlin am Meer“ hat mich sehr beeindruckt, weil sein Rollencharakter mir recht ähnlich war und ich mich oft in ihm wiederfand. Na ok, nicht nur deshalb, der Filme hatte sehr viel mehr als das zu bieten.
Am liebsten hätte ich ihn angesprochen und nachgefragt, leider hat aber meine Schüchternheit gesiegt. Jetzt werde ich es wohl nie erfahren. Ich tendiere zwar eher in die Richtung, dass er es nicht war, aber sicher sein kann ich nicht. Und ich hasse das……..

Bevor es gleich in die „Katakomben“ des Senckenbergs geht, hier mal kurz ein Zitat. Dieses Zitat war vor vielen Jahren das erste, welches mir richtig gut gefallen hat.

„Der Adler fliegt allein, der Rabe scharenweise, Gesellschaft braucht der Tor - und Einsamkeit der Weise.“
Friedrich Rückert

Abgesehen davon, dass es den Raben, mit dem mich eine ganz besondere Begegnung verbindet und ich es deshalb als mein Seelentier bezeichnen würde, eher in ein schlechtes Licht stellt, passt es auf mein Leben und auch auf meine Sichtweise über das Leben anderer. Ich war und bin immer noch ein sehr einsamer Mensch, bedingt durch mein „anders sein“, bedingt durch meine Schüchternheit, der mit wenigen anderen Menschen klarkam und kommt. Ich kann auch nicht ständig mit Menschen umgeben sein und brauche häufig auch einfach meine Ruhe. Dieses Zitat hat mir immer ein wenig Rückhalt gegeben, dass daran an sich nichts schlimmes ist.
Genauso deckt es sich mit meinen Beobachtungen über viele Mitmenschen. Vor allem deren „Rudelbildung“ und den damit verbundenen Folgen waren mir immer ziemlich unverständlich und oftmals auch etwas worüber ich mich herzlich amüsieren konnte.

Der Mensch ein Tier?

Immer wieder höre ich, dass der Mensch mehr wert ist als ein Tier, dass der Mensch kein Tier mehr ist und über diesem steht und ähnliche Aussagen. Und solchen Denkweisen folgen dann Taten, die ich verurteile. In diesem Artikel will ich aufzeigen, weshalb ich diese Denkweisen für falsch und ungerechtfertigt halte. Ich werde versuchen halbwegs sachlich zu bleiben, weil ich bei diesem Thema oft ziemlich emotional reagiere.
Biologisch betrachtet ist der Mensch ein Tier. Er erfüllt sämtliche Kriterien, die ein Tier definieren, wie fehlende Zellwände, Heterotrophie und Vielzelligkeit, Nerven und Muskelgewebe, bestimmte Schlüsselmerkmale des Entwicklungszykluses und die Hox-Gene.
Werde darauf aber nicht näher eingehen, das würde einen eigenen Artikel verdienen. Falls es jemanden wirklich interessiert, kann ich ihm nur ein Biologie oder Zoologielehrbuch ans Herz legen. Den Wikipediaartikel zu diesem Thema kann ich absolut nicht empfehlen, da er sehr unvollständig ist.
Genauso steht wissenschaftlich fest, dass der Mensch vom Affen abstammt, belegt durch anatomische Vergleiche und auch durch molekulare Daten(Genetik). So ist der Mensch biologisch gesehen nur ein Tier von vielen. Genauso wenig stellt er die Krone der Schöpfung dar, denn aus evolutionsbiologischer Sicht ist das jedes heute noch lebende Tier. Wenn aber jemand partout nicht von diesem Gedanken abkommen will, dann kann man schnippisch entgegnen, dass beispielsweise der Schimpanse, der nächste noch lebende Verwandte des Menschen, sich im Verlauf der Stammesgeschichte quantitativ weiter von den gemeinsamen Vorfahren von Schimpansen und Menschen entfernt hat, als der Mensch. Das ganze ist belegt anhand molekularer Daten[1]. Der Schimpanse würde dann demnach über dem Menschen stehen.
Nun gibt es zwei Denkschulen, die dem Menschen das Tiersein absprechen bzw. sich den Tieren überlegen fühlen. Das wäre zum einen die religiöse. Diese Leute begründen dies damit, dass dies in ihren heiligen Schriften wie z.B. der Bibel. Dort steht, dass der Mensch die Herrschaft über das Tier innehat(Gen 1,26ff) und nach Gottes Abbild geschaffen wurde, demnach nichts mit den Tieren gemein hat. Es folgen verschiedene Auslegungen, wie man demnach ein Tier zu behandeln hat. Derzeit erkennt die Kirche an, dass Tier eine Seele besitzen und auch so zu behandeln sind.
Die Grundlage dieses Denkens ist also ein Märchenbuch, um es mal überspitzt zu sagen. Geschrieben von Menschen, für Menschen. Genauso gut könnte darin stehen, alle blauäugigen Menschen, sind Abkömmlinge des Teufels und demnach eine niedere Rasse. Das ist einfach beliebig und hat keine echte Grundlage. Man kann dann nicht diskutieren. Blinder Glaube. Viel mehr brauche ich dazu nicht zu sagen. Grundlage für Mord und Totschlag.
Der Mensch muss eben sein Ego befriedigen und braucht immer jemanden der unter ihm steht. Man sieht dies bspw. Bei Kindern in Schulen, wenn einzelne Kinder gemobt werden und gedemütigt. Er kann nicht akzeptieren, dass er nichts besonderes ist. Und da er nichts besonderes ist, muss er sich etwas schaffen, dass ihn besonders macht. Und da wären wir auch schon bei der zweiten Gruppe.
Diese finden beim Menschen bestimmte Merkmale, die Tiere nicht besitzen bzw. nur in geringerem Ausmaße. Das wären dann z.B. die Kultur, Intelligenz, Selbstreflexion, Sprache, Vernunft etc. Sie gewichten diese Merkmale dann ziemlich hoch und sehen darin den Grund, dass der Mensch dem Tier überlegen ist oder dass der Mensch kein Tier mehr ist. Dieser Gedankengang ist erneut beliebig. Ich könnte hier nun jede evolutionäre Anpassung nennen und somit jedes Tier an die Stelle des Menschen setzten. Sämtliche oben genannten Punkte sind Produkt der Evolution des Gehirns. Ist dieses potente Gehirn mehr wert, als beispielsweise der Flug, oder die Fähigkeit an der Decke zu laufen, beim Laufen extreme Geschwindigkeiten zu erreichen, extrem scharfe Sinne zu besitzen? Nein, wieso auch. Zusätzlich kommt hinzu, dass es die meisten dieser Merkmale, die von diesen Leuten genannt werden auch im Tierreich gibt. Ständig kommen neue Forschungsergebnisse, die zeigen dass die Fähigkeiten des Menschen gar nicht so einzigartig sind, dass vieles auch bei anderen Tieren vorkommt. Die Unterschiede sind deutlich geringer als das gemeinhin angenommen wird. So findet Lernen über Generationen hinweg auch im Tierreich statt. Bspw. bei Walen und ist häufiger verbreitet als man denkt. Sprache in menschlicher Form mit Grammatik gibt es bei anderen Tieren nicht. Trotzdem ist Sprache aber nicht einzigartig. Es gibt hochkomplexe Kommunikationsformen bei Tieren, z.B. über Duftstoffe. Und die Forschung ist auf diesem Gebiet nicht sehr weit fortgeschritten. Vieles wird nicht verstanden und der Mensch kann auch nicht alles nachvollziehen.
Es ist auch nicht wirklich möglich in den Kopf von Tieren zu schauen. Es ist einfach nicht möglich zu bewerten ob und was für Gedanken in ihren Köpfen vorkommen. Selbstreflexion? Ist nicht 100% auszuschließen. Man muss sich nur mal manche Menschen anschauen. Bei diesen scheint dies auch nicht vorzukommen.
Gefühle kommen auch bei Tieren vor. Angst, Scham, Gier etc. Bei Menschenaffen wurde im Zoo beobachtet, wie sie aus Scham mordeten. Das könnte man jetzt ewig weiterführen.
Der springende Punkt ist der. Es kostet den Menschen einfach zu viel Überwindung laut auszurufen, dass er ein Tier ist. Man muss sich nur mal Frau Merkel vorstellen, die dies im Bundestag ausruft. Dies erscheint ziemlich unwahrscheinlich und abwegig, nicht wahr? Geblendet durch die Zivilisation, die den Menschen der Natur entfremdet hat, so dass der Gedanke unerträglich scheint, dass die Kreaturen die frei und „primitiv“ in der Natur leben, Brüder sein könnten. Verletzter Stolz, verletztes Ego. Das Eingeständnis, dass die Errungenschaften der Menschheit nichts besonderes sind, nur Produkt der Evolution.

Und vielleicht ist der Mensch, genau deshalb, weil er glaubt mehr zu sein, vielleicht in Wirklichkeit weniger Wert als die Tiere.

Denn die Folgen dieser Überlegenheitsdenkweise sind schlimm und diesen werde ich in Zukunft sicher den einen oder anderen Artikel widmen.

Somit stellt sich die Frage, die mir vor kurzem ein Freund gestellt hat und mich ein wenig ins straucheln gebracht hat: Wenn du die Wahl hast entweder das Leben eines Menschens oder aber das Leben eines Regenwurms zu retten . Wofür würdest du dich entscheiden und weshalb?
Ich habe die Antwort für mich schon gefunden

Ein Unangepasster

Soviel schlechtes mir letzte Woche auch passiert ist, so ist mir auch das Beste seit sehr langer Zeit passiert. Die Person, die Kandidat für Wehmut III gewesen war, ist in mein Leben zurückgekehrt. Jemand, den ich einfach nur als meinen Seelenverwandten bezeichnen kann.
Und mit solchen Begriffen schmeiße ich wirklich nicht inflationär um mich.
Als ich ihn vor Jahren in der Uni kennen lernte, schien es mir als kenne ich ihn seit einer Ewigkeit. Auf Anhieb konnten ich mit ihm ein tiefes ungezwungenes Gespräch führen. Etwas das mir in diesem Ausmaße nur bei dieser einen Person gelang.
Ein totaler Querdenker und der einzige mir bekannte Mensch bei dem dieser Begriff tatsächlich gerechtfertigt ist. Ein Nihilist mit einer Prise Existentialismus. Ein totales Unikat nur eben manchmal auch ein schwerer Mensch. Es folgte eine außergewöhnliche Beziehung(nicht sexueller Natur, bin ja nicht schwul). Ziemlich ungewöhnliche, tiefe Gespräche die mich ungemein intellektuell forderten. Vielleicht ist er der Mensch, der mich am stärksten geprägt hat. Aber ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer, wirklich Worte zu finden, die unsere Beziehung und Verhältnis zueinander richtig beschreiben. Da lief so viel auf einer Ebene, die ich nicht wirklich beschreiben kann.
Aber so oft in meinem Leben, wenn mir Menschen wichtig sind, dann verschinden sie schnell wieder aus dem Leben. Da er wie gesagt kein leichter Mensch war, kamen wir uns immer häufiger in die Haare und irgendwann war es dann soweit, dass ich tschüß gesagt habe, denn so hätte es nicht weitergehen können. Da er dann auch aufgehört hat zu studieren, was mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst war, ist dann der Kontakt ganz abgebrochen. Ich habe das dann irgendwann ziemlich bereut. Denn unsere Gespräche fehlten mir und es fehlten grundsätzlich einfach Menschen, die mir so ähnlich waren. Etwas wonach ich noch immer suche, sie aber einfach nicht finden kann.
Irgendwann schrieb ich ihn noch mal an, ein Versuch den Kontakt wiederherzustellen. Doch er blieb unbeantwortet, so dass ich dachte, er hätte kein Interesse. So glaubte ich, er wäre unwiederbringlich Geschichte geworden für mich.
Um so glücklicher war ich als ich vor kurzem eine Mail von ihm erhielt und wir uns daraufhin trafen. Es scheint als wäre er wieder da……..

Waterboarding

Waterboarding ist eine Foltermethode, die bis letztes Jahr von CIA und anderen US-Regierungsbehörden angewendet wurde und noch immer von der amerikanischen Regierung als akzeptable Verhörmethode angesehen wird.
In diesem Link, hat eine Person einen Selbstversuch gemacht um herauszufinden wie hart diese Methode wirklich ist. Und wenn man sein Fazit liest, wundert es einen nicht mehr, dass es eine der Lieblingsfoltermethoden der spanischen Inquisition war und auch die US-Regierung sich nicht von ihr trennen will.

Der Basilisk

Der Basilisk ist ein wahrhaft außergewöhnliches Tier. Es schlüpft aus dem Ei eines alten Hahnes, das von einer Kröte oder Schlange ausgebrütet wird und ist gar grauenhaft. Sein stinkender Atem wirkt als tödliches Giftgas und sein Blick versteinert selbst den größten Recken aller Zeiten. Wo sein Körper den Boden berührt, da stirbt alles Lebendige. Eine Spur des Todes und der Verwüstung bleibt zurück. Und nur eine einzige Möglichkeit besteht es zu töten:  Sein eigener Blick, der durch einen Spiegel reflektiert wird.
Ok, ok, gebe ich ja zu, da scheine ich mich wohl irgendwie getäuscht zu haben, also das ganze noch einmal von vorne:
Der Basilisk ist ein wahrhaft außergewöhnliches Tier. Es gehört zur Familie der Leguane und bildet dort die Gattung Basiliscus, die mit vier Arten vertreten ist: der Helmbasilisk, der Stirnlappenbasilsk, der Ecuadorbasilisk und der Streifenbasilisk. Den Namen Basilisk erhielten diese Tiere, da sie allesamt auffallende, knorpelige Kämme am Schädel und Rücken besitzen, die sie mit dem mythologischen Tier gemein haben. Es kommt hierbei zum sexuellen Dimorphismus, bei dem die weiblichen Tieren deutlich kleiner ausgeprägte Kämme aufweisen und bei Jungtieren fehlen diese vollständig.

 männlicher Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons)

weiblicher Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons)

Verbreitet ist die Gattung der Basilisken ausschließlich in Mittelamerika und einem winzigen Gebiet in Südamerika. Die größte Basiliskenart, der Helmbasilisk erreicht eine Länge von bis zu 90 cm, die anderen Arten erreichen eine Höchstlänge von 80 cm. Sie ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Kleintieren und zeigen eine starke Affinität zum Wasser. So sind sie hervorragende Schwimmer sowie Taucher, die sich oft am Grunde eines Gewässers verbergen.
Das Besondere an diesen Tieren ist eine eher fantastisch klingende Anpassung: Die Fähigkeit über Wasser zu laufen. Dazu laufen diese normalerweise quadripeden Tiere nur auf den Hinterbeinen und nutzen den langen Schwanz um das Gleichgewicht zu halten. Dabei erreichen sie eine Geschwindigkeit von bis zu 12 km/h. Ihre Zehen sind durch einen Hautsaum verbreitert, sowie kleine Mulden in den Füßen, die Luft stauen. Gepaart mit der sehr hohen Geschwindigkeit wird das Durchbrechen der Oberflächenspannung verhindert und das Laufen über Wasser ermöglicht. Dies können sie sowohl von Land aus als auch nach dem Auftauchen oder nach dem Herabspringen von einem Ast. Häufig machen sie dies nicht, meistens nur in Notsituation auf der Flucht vor Räubern. Der Lauf schützt sie sogar vor Räubern im Wasser.
In diesem Video ist diese besondere Fähigkeit zu beobachten.

Heath und Ich

Gestern Nacht oder besser heute Nacht kam ich sehr spät nach Hause, weil ich verabredet war. Bevor ich schlafen ging, wollte ich aber noch mal nach meinen Emails schauen. Und bevor man zu den Emails gelangt, sieht man ja zuerst die Providerseite mit den neuesten Nachrichten. Das kennt vermutlich jeder. Eigentlich ist das ja eine gute Idee, so wird man ja schnell über Wichtiges informiert. Das Problem daran ist aber die Gewichtung dieser Nachrichten. Ich habe nämlich absolut keine Lust ständig über das missratene Leben von Britney Spears oder Lindsay Lohan oder sonst irgendwelchen Klatsch und Tratsch zu lesen, der meist so dick und Fett an erster Stelle steht, dass man es gar nicht übersehen kann. Es interessiert mich nämlich gar NICHT. Lieber hätte ich informative Nachrichten über Politik, Weltgeschehen, Wissenschaft oder ähnliches an dieser Stelle. Aber das ist vermutlich zu viel verlangt. Otto Normal will halt doch lieber den Klatsch lesen, ist ja viel interessanter. Lesen bildet eben oder? Ist doch gar nicht so wichtig was genau man liest. Sicher doch.
Aber eigentlich schweife ich gerade ab. Gestern war es das erste mal, dass mich eine dieser Schlagzeilen über einen Star tatsächlich interessiert hat und ich die Nachrichten dazu dann auch gelesen habe. Es ging in dieser Nachricht um den Tot von Heath Ledger. Normalerweise interessiert mich das Leben der Promis ja gar nicht, es interessiert mich auch nicht ob einer von ihnen stirbt. Der Tod ist Teil des Lebens. Und das Traurige ist, dass es überall auf der Welt Menschen gibt, denen es sehr schlecht geht, die gequält werden, die sich selbst umbringen, die umgebracht werden oder auch nur einfach aus natürlichen Gründen sterben. Sei es in der Nachbarschaft, sei es in anderen Ländern. Und für viele dieser Menschen interessiert sich kein Schwein, die verrecken in Einsamkeit. Gleiches gilt natürlich auch für viele Tiere. Ich meine wer weiß denn z.B. schon von den (Bürger)Kriegen im Kongo oder im Sudan, die an Grausamkeit kaum zu überbieten sind. Und viele die davon wissen, die interessiert es nicht wirklich. Es ist so und da kann man nicht viel machen, hört man dann oft. Aber dann wenn ein Promi stirbt geht die Welt unter, der oft Menschlich auch gar nicht wirklich interessant war. Das ist Verlogen aber das ist leider Bestandteil der Gesellschaft in der wir leben. Aber ich schweife erneut ab, darauf wollte ich gar nicht hinaus. Tatsache ist, dass ich doch ein wenig traurig war als ich von dem Tod las. Ich kenne ihn nicht persönlich und kann auch nicht wirklich abschätzen, was er für ein Mensch war. Ich habe immer wieder gehört gehabt(nicht erst seit seinem Tod), dass er ein außerordentliche schüchterner und zurückhaltender Mensch war. Etwas, das einen wenn man seine Filme kennt, vielleicht ein wenig überrascht. Es ist natürlich schwer zu deuten wie genau dieses „außerordentlich schüchtern“ auszulegen ist, wenn man die Person nicht persönlich kennt. Aber wenn es so auszulegen ist, dass er es in einem ähnlichen Maß war wie ich, dann hat das ihn mir immer ziemlich sympathisch gemacht, weil viele Menschen so etwas auch nicht nachvollziehen können bzw. das sogar als negativ werten. Somit ich dann auch immer einen guten Identifikationspunkt mit ihm hatte. Aber eigentlich hat er mir immer recht gut gefallen gehabt, seit ich ihn vor Jahren zum ersten mal in ein Film gesehen habe. Und das lange Zeit vor Brokeback Mountain. Er hatte Charisma. Ich hielt ihn für einen guten Schauspieler und finde es schade, dass keine neuen Filme mehr erscheinen werden. The Dark Knight von dem ich ja schon berichtet hatte, wird der letzte Film sein, der von ihm zu sehen sein wird.
Ob sein Tod ein Selbstmord war oder nicht, ist eigentlich nebensächlich. Er hat es hinter sich und darum beneide ich ihn. Momentan geht es mir außergewöhnlich schlecht. Ich habe eigentlich seit meiner Blindarm OP Bauch- und Nierenschmerzen, seit etwa 3 Wochen sind diese sehr stark. Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal richtig geschlafen habe. Ich fühle mich wirklich tod. Übermüdet und durch die Schmerzen in die Enge getrieben. Hinzu kommt eine panische, kriechende Angst, denn die Ärzte, die sich nicht viel Mühe geben, meinen ja ich hätte nichts. Das wäre nur ein kleiner Magen-Darm-Infekt. Ich bin mir ziemlich sicher, etwas das mir solche Schmerzen bereitet, dass mir mehrmals Fieber und leicht erhöhte Temperatur verursacht hat und das über einen Zeitraum von sicher 2 Monaten anhält, irgendetwas ziemlich gravierendes ist. Und das macht mir Angst. Ich wünsche mir einfach nur meinen Frieden. Ich habe schon genug gelitten in meinem Leben. Ich wünsche mir nur ein einziges Mal, ein kleines wenig Sonnenschein. Das ist ja eigentlich nicht zuviel verlangt. Bei mir aber anscheinend schon. Jetzt werden einige vermutlich sagen, der übertreibt. Das kann man sagen. Ist mir egal. Ich meine die Person kennt mich ja sicher.
Die letzten beiden Tage musste ich mich mit einem Strömungskanalexperiment beschäftigen. Und die Person mit der ich zusammenarbeiten musste, war ausgerechnet d die Frau in die ich mich vor einem Jahr verliebt hatte, die mich nicht wollte und dann auch noch ziemlich schlecht behandelt hat. Inzwischen bin ich zwar darüber hinweg, aber die letzten beiden Tage waren trotzdem nicht leicht deshalb. Frieden. Ist das zuviel verlangt?
Und was ist wenn der gute Heath Ledger sich tatsächlich selbst umgebracht hat? Ein Aufschrei? Ach das kann man ja gar nicht verstehen. Wieso hat er nicht geredet? Ihm ging es sicher nicht so schlecht, dass er sich dafür gleich hätte umbringen müssen. Ach ja? Vermutlich sind das alles die besten persönlichen Freunde. Und selbst wenn? Wer kann denn schon in einen Kopf reinschauen. Den meisten Menschen fehlt die Empathie, um sich wirklich in jemanden einzufühlen. Verweben eigene Erfahrungen und glauben damit alles zu verstehen oder auflösen zu können. Ein Selbstmord. Das schlimmste was man tun kann. egoistisch bis zum umfallen. Man schadet denen, die einen lieben, falls es die gibt. Es gibt ja immer einen Ausweg, wird dann immer gesagt. Das sind dann die Spezialisten, die vor Naivität nur so triefen. Es gibt Situationen ohne Ausweg oder in denen man einfach keine Wahl mehr hat(natürlich sind die selten, aber die kommen vor). Und dann sind es diese Leute die egoistisch sind. Aus Angst vor dem Verlust, verdammt man einen anderen zu einem Leben der Qual. Hölle. Und das ist mindestens ebenso egoistisch.

Ruhe in Frieden! Wäre schön wen die Medien das auch so sehen würden.

Und nicht dass einer falsches denkt. Ich stehe nicht vor dem Selbstmord.

Ein Lied

Ein Lied, das mir seitdem ich es vor einigen Tagen entdeckt habe, nicht mehr aus dem Kopf geht und das ich einfach nicht aufhören kann zu hören.

Anna Nalick – More than Melody

Wehmut II

An eine vergangene Freundschaft
An S.

Einst warst du so etwas wie meine beste Freundin,
die erste die mich so nahm wie ich war.
Du warst schon drei Jahr älter, weltgewandt.
Deine Heimat Finnland verließest du,
um die Welt zu sehen.
Afrika, Australien, Asien, Amerika,
überall hattest du schon Zeit verbracht,
und schließlich landetest du hier.
Nach außen hart, dachte ich,
nichts verbindet uns.
Doch lag ich falsch,
je besser wir uns kannten,
so mehr merkte ich,
wir haben viel gemein.
Ein toller Mensch warst du,
fernab der dimensionslosen Pappkameraden,
die sonst überall dahinvegetieren.
Kein Mensch, der mich langweilte,
wie sonst so viele.
Zusammen zogen wir durch die Clubs,
besuchten Konzerte oder redeten.
Du warst toll, dachtest an mich als niemand sonst.
Nie vergaßt du mich. Und dann kam ER.
Der Mann deiner Träume. Do zogst zu ihm.
Es war nicht weit, doch zu weit für uns.
Ich versuchte uns zu retten,
doch das Schicksal war dagegen.
Oft noch denke ich an dich,
und dabei begleitet mich ein Gefühl.
Ein Gefühl des Verlustes.

Ego

Ich bastle schon seit einiger Zeit an einer Beschreibung von mir, für die über… Seite, doch ich bekomme einfach nichts auf die Reihe. Habe schon etliche Entwürfe wieder verworfen und komme einfach nicht weiter. Grumel. Bin so schrecklich unkreativ.
Deshalb dachte ich mir, sollte ich einfach mal meine masochistische Seite zum Vorschein bringen und ein Foto von mir zeigen. Normalerweise Horror pur für mich, aber dieses eine Foto mag ich dann doch irgendwie. Eins der ganz wenigen. Es ist unscharf, verwackelt, schlecht belichtet und man sieht mich nicht richtig, aber genau deshalb mag ich es. Und zumindest auf meinem Monitor kann ich sogar etwas erkennen. Es ist halbwegs aktuell, nur die Haare eben nicht mehr so ganz.

 

Ich

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