Heute mal kurz etwas über diese hier doch ziemlich unbekannten, putzigen Tierchen:
Das Bild zeigt einen Großen Mara (Dolichotis patagonum) oder auch Großer Pampashase genannt. Wobei letztere Name irreführend ist, da er nicht mit den Hasenartigen(Lagomorpha) verwandt ist, sondern anhand an Schädelmorphologie eindeutig den Nagetieren zuzuordnen ist, genauer den Meerschweinchen. Erwähnenswert ist hier jedoch, dass diese Tiere die Nische der Familie der Hasen in Südamerika eingenommen haben, die dort ursprünglich fehlten und nur durch den Menschen eingeschleppt worden und es deshalb zur ähnlichen Lebensweise und der ähnlichen Körpermorphologie kam. Die Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von durchschnittlich 71 cm und leben ausschließlich in Argentinien.
Hochinteressant ist das Sozialverhalten der Tiere. Nicht nur haben sie eine streng monogame Lebensweise, sondern beide Partner versorgen den Nachwuchs. Oft bilden die normalerweise isoliert lebenden Paare zur Fortpflanzungszeit Gruppen von bis zu 12 Paaren und betreiben gemeinsam eine Futterkrippe.
Das Foto stammt übrigens vom Inhaber dieses Blogs.
