Häufig bekomme ich mit, wie Mitmenschen an Sylvester/Neujahr in sich gehen und darüber nachdenken, was das Jahr denn gebracht hat und ob man denn ein guter oder schlechter Mensch war. Häufig wird auch vorgenommen bestimmte Dinge oder Verhaltensweise zu ändern. Weiterhin stelle ich fest, dass manche Menschen erst kurz vor ihrem Tod tiefgehender über ihr Leben nachdenken und es abwägen. Möglicherweise aus Angst vor dem Danach. Himmel/Hölle und so…..Gott als Richter
Dies ist ein Verhalten, mit dem ich mich nicht identifizieren bzw. es teilweise auch gar nicht nachvollziehen kann, denn jeden Tag aufs Neue stecke ich fest in meiner Haut. Jeden Tag muss ich mit meinen Taten und auch Gedanken leben, jeden Tag muss ich mit den Folgen dieser beiden Dinge leben. Ja selbst Gedanken haben Folgen! Sie verändern und bestimmen den Charakter und bilden die Grundlage der Taten. Jeden Tag denke ich über jene Dinge nach, und damit auch über mich.
Und deshalb verstehe ich nicht, weshalb man einen Anlass braucht um über sich nachzudenken und seine Taten zu bewerten. Wenn ich etwas tue, ist mir normalerweise bewusst ob dies richtig oder falsch war, schon während des Handelns. Und sollte ich dennoch mal impulsiv handeln, zu schnell und ohne nachzudenken, dann mache ich mir im Nachhinein Gedanken darüber. Aus diesem Grunde ist mir ist ständig bewusst bzw. ich meine zu wissen, ob ich gut oder schlecht bin. Und nur so kann ich tatsächlich zu einem besserem Menschen werden.
Weiterhin ist es mir fremd, einen Anlass zu benötigen um etwas tun oder verändern zu wollen. Wenn ich etwas wirklich tun will, dann mache ich es einfach und warte nicht bis zu Neujahr. Das was dann übrigbleibt sind Dinge, bei denen man sich selbst belügt und sie dann doch nicht so wirklich will oder vollständig will, sei es weil man zu faul ist oder weshalb auch immer. Und oft hält man genau deshalb solche Grundsätze, die man erst zu Neujahr beschließt, auch gar nicht durch.
Neujahrsgedanken
Dezember 31, 2007 von Rabenschwinge
gute Analyse
am besten, man nimmt sich gar nichts vor, sondern „lebt“ einfach
meint
Christoph
Hi,
also bei mir läuft es eben eher weniger darauf hinaus einfach zu leben, sondern täglich die Dinge zu machen(über sich und seine Taten nachdenken, sich etwas vorzunehmen und verändern etc..) für die manche Menschen einen besonderen Anlass wie Neujahr benötigen.
Gruß