
Ein neuer Artikel in Science, handelt von ca. 100 Mio Jahre alten (Unterkreide), winzigen Pilzen aus Frankreich, die in Bernstein eingeschlossen wurden. Klingt langweilig? Ist es aber nicht.
Diese Organismen waren Jäger und jagten Beute wie es etwa Fadenwürmer waren. Da fragt man sich doch wie diese Organismen das angestellt haben sollen? Sie bildeten Ringe, siehe auch das Foto, die klebrige Substanzen aufwiesen, möglicherweise auch Lockstoffe. Ein Wurm der hindurchkroch, blieb wahrscheinlich kleben und war in der Falle. Der Pilz konnte dann vermutlich in das Opfer eindringen und es von Innen zersetzen. Und das war mit Sicherheit nicht angenehm.
Eine weitere Besonderheit dieses Pilzes ist, dass er sowohl in fadenförmiger als auch in hefepilzartiger Form auftrat. Diese hefeartige Formen kommen bei rezenten Pilzen normalerweise bei den in Flüssigkeiten lebenden Formen vor. Die fadenförmigen Formen sind im Gegensatz dazu vermutlich eher landlebende Organismen gewesen. Daher glaubt man, dass diese Killerpilze vermutlich sowohl in Wasser als auch zu Lande leben konnten, was keinen derzeit bekannten Pilze möglich ist. Sie repräsentieren daher möglicherweise ein Übergangsstadium vom Leben im Wasser zum Leben an Land.
Da sag ich nur noch Wild Wild West!